Blasi gewinnt La Vuelta Femenina 2026 am Angliru
Beim allerersten Anstieg des Frauenfelds am Angliru sicherte sich die 21-jährige Paula Blasi das rote Trikot auf heimischem Boden. Die Geschichte hinter einer historischen Vuelta Femenina.
Sieben Etappen durch den Nordwesten Spaniens
Die vierte Ausgabe von La Vuelta Femenina fand von Sonntag, 3. Mai, bis Samstag, 9. Mai 2026 statt und blieb, anders als das Männerrennen, vollständig auf spanischem Boden. Sieben Etappen und 819,5 Kilometer führten das Peloton quer durch Galicien, kurz durch Kastilien-León und schließlich in die Berge Asturiens – mit Start im galicischen Küstenort Marín.
Van der Breggen schlägt zu, doch der Angliru entscheidet
Am sechsten Tag war es Anna van der Breggen (SD Worx–Protime), die die erste Bergankunft des Rennens an der gefürchteten Wand von Les Praeres de Nava gewann – knapp vier Kilometer mit durchschnittlich 13,5 %, Rampen bis 27 % – und das Führungstrikot übernahm. Alles würde sich somit am letzten Tag entscheiden, an einem Anstieg, über den die Radsportwelt schon seit Wochen sprach.
Etappe 7 lieferte diese Geschichte: Zum ersten Mal überhaupt bezwang das Frauenfeld den Alto de l'Angliru, den gefürchteten asturischen Riesen mit 12,5 Kilometern und durchschnittlich 10 %, Rampen bis 23 %. An diesem Anstieg setzte die 21-jährige Heimfahrerin Paula Blasi (UAE Team ADQ) einen atemberaubenden Schlussangriff und sicherte sich sowohl das rote Trikot – mit 24 Sekunden Vorsprung auf Van der Breggen – als auch die Bergwertung. Die Französin Marion Bunel (Visma–Lease a Bike) fuhr mit 49 Sekunden Rückstand auf Platz drei und gewann zudem die Nachwuchswertung.
Kopecky sichert sich die Punktewertung, SD Worx–Protime dominiert
Neben Blasis rotem Trikot ging auch die Punktewertung an eine Fahrerin von SD Worx–Protime: Die Belgierin Lotte Kopecky bewies erneut ihre Vielseitigkeit, indem sie auf den flacheren und welligen Etappen überall Punkte sammelte. Mit Van der Breggen als Gesamtzweiter und Kopecky im grünen Trikot sicherte sich SD Worx–Protime zudem die Mannschaftswertung – eine dominante Woche für das niederländisch-belgische Team, trotz des Gesamtsiegs der Heimfavoritin.
Blasis Durchbruch als Sprungbrett für eine große Saison
Blasis Sieg war kein Eintagsfliegen. Später in dieser Saison bestätigte die Spanierin ihr Niveau mit einem starken fünften Gesamtrang bei der Tour de France Femmes 2026 – der Beweis, dass ihr Durchbruch am Angliru erst der Anfang von etwas Größerem war.
Drei Wochen nach der Vuelta Femenina folgte das nächste Kapitel der Frauensaison: der Giro d'Italia Women 2026, gewonnen von Demi Vollering. Neugierig, welche Fahrerin von La Vuelta Femenina am besten zu dir passt? Mach das Quiz und finde heraus, ob du eher eine Blasi, eine Van der Breggen, eine Bunel oder eine Kopecky bist.
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