Vuelta a España 2026: Hagelsturm sorgt für Absage von Etappe 3 nach Font-Romeu
Während Mats Wenzel und Lorenzo Fortunato sich am Col de Mont-Louis vom Feld absetzten, wurde aus Regen ein derart heftiger Hagel, dass die Etappe nach Font-Romeu abgesagt wurde. Kein Etappensieger, keine Zeitunterschiede — Tadej Pogačar behält das Rote Trikot. Die ganze Geschichte, dazu ein Ausblick auf Etappe 4 durch Andorra.
Die Ausreißergruppe des Tages: Hayter und Wenzel gehen in die Offensive
Noch bevor die ersten fünfzig Kilometer absolviert waren, hatte sich eine Sechsergruppe abgesetzt: Ethan Hayter (Soudal Quick-Step), Olivier Le Gac, Magnus Cort, Asbjørn Hellemose, Timo Roosen und Mats Wenzel (Equipo Kern Pharma). Milan Vader versuchte noch aufzuschließen, musste die Lücke aber ziehen lassen. Der Vorsprung wuchs auf 2:40 Minuten, bevor UAE Team Emirates–XRG das Kommando an der Spitze übernahm. Hayter, der tags zuvor nur hauchdünn am Sieg im Eröffnungszeitfahren vorbeigeschrammt war, schnappte sich unterwegs auch noch den Zwischensprint in Villefranche-de-Conflent.
Hagel am Col de Mont-Louis: die Etappe wird abgesagt
Am Anstieg erster Kategorie zum Col de Mont-Louis erhöhte UAE das Tempo, und die Ausreißergruppe zerfiel. Wenzel beschleunigte, ließ Cort und Hellemose stehen und fuhr allein weiter, noch rund 6,5 Kilometer bis zum Gipfel. Aus dem Feld heraus schloss Lorenzo Fortunato (XDS Astana Team) zu Wenzel auf, und das Duo baute einen Vorsprung von über 20 Sekunden auf die Favoritengruppe auf.
Dann schlug das Wetter um. Starker Regen ging in Hagel über — Körner „so groß wie Golfbälle“, berichteten die Teams anschließend — rund 15,5 Kilometer vor dem Ziel. Die Fahrer suchten hastig am Straßenrand Schutz, durchnässt und unterkühlt. Tadej Pogačar selbst gab das Signal, dass die Gruppe das Rennen abbrechen solle. Die Rennleitung neutralisierte das Rennen und sagte die Etappe schließlich offiziell ab: Font-Romeu wurde nie erreicht, und es gab keinen Etappensieger.

Was bedeutet das für die Gesamtwertung?
Da die Etappe komplett abgesagt und nicht nur verkürzt wurde, zählten weder Zeiten noch Punkte dieses Tages. Die Gesamtwertung bleibt beim Stand nach Etappe 2 eingefroren: Tadej Pogačar behält das Rote Trikot — und auch das Grüne Punktetrikot —, während Koen Bouwman das gepunktete Bergtrikot verteidigt. Ein ungewöhnliches Szenario, bei dem jedoch die Sicherheit des Pelotons an erster Stelle stand.
Ausblick: Etappe 4 durch Andorra, und mehr Vuelta-Lektüre
Für das Peloton gibt es keine Verschnaufpause: Etappe 4 am Dienstag ist mit 104,9 Kilometern die kürzeste der ersten Woche, aber mit Port d'Envalira, Collada de Beixalís und Coll d'Ordino auf dem Programm auch eine der explosivsten. Eine kurze Strecke lädt oft gerade zu Angriffen aus der Ferne ein — genau die Art von Tag, an dem sich niemand verstecken kann. Verfolge sie auf unserer Seite zu Etappe 4, oder schau in die heutige Etappe, sobald die Flagge fällt.
Willst du die ersten Etappen noch einmal durchgehen? Lies unsere Ergebnisse von Etappe 1 und 2, unseren kompletten Guide zur Vuelta a España 2026 oder den Überblick über die Favoriten. Und teste dein Wissen über diese ereignisreiche Startwoche mit unserem neuen Quiz zu Etappe 1 bis 3, oder erstelle deine eigene Tier List der Favoriten.
Neugierig, welcher Vuelta-Fahrer du bist?
🔴 Mach das Quiz